Dance Dance Quarantine

Kinderworkshop

Ein Online-Workshop von Mahsima Kalweit, Studierende am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste Wien

Seit dem Corona-bedingten Shutdown verbringen wir viel Zeit zu Hause und vor dem Computer. Bewegung und körperliche Auslastung kommen da manchmal etwas zu kurz. Eines ist da umso wichtiger: Vergiss nicht zu tanzen – don’t forget to dance!

Das haben sich auch Pirate Care gedacht. Pirate Care ist eine Gruppe von Aktivist*innen, die sich für Solidarität und Hilfe einsetzen und darauf aufmerksam machen, dass Hilfe nicht kriminalisiert werden darf. Durch die Weitergabe von Wissen, Vernetzung und gemeinsames Lernen soll der Kriminalisierung etwas entgegen gesetzt werden. Für die aktuelle Ausstellung … von Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden wurden Pirate Care eingeladen, ihre netzbasierte Arbeit zu zeigen und im Rahmen von Workshops eine Art Handbuch für den Austausch von Wissen rund um politischen Aktivismus zu erarbeiten. Angesichts der Pandemie hat die Gruppe begonnen, auf ihrer Website Beispiele für Solidarität und Strategien der gegenseitigen Fürsorge in der Zeit der Quarantäne zu sammeln – zum Beispiel zum Thema „Kinder in Quarantäne“. Dort findet sich auch der Aufruf „Vergiss nicht zu tanzen!“, er hat den dieswöchigen Workshop Dance Dance Quarantine inspiriert.

Aber wie passen ein Ausstellungshaus und der Tanz eigentlich zusammen? Bereits 1962 setzte sich Andy Warhol in seiner Arbeit Dance Diagram mit dieser Frage auseinander und bewegte Museumsgäste zum Nachtanzen der notierten Tanzschritte. Seit längerer Zeit beschäftigt sich auch die Tanzwissenschaft damit, wie Tanz verschriftlicht werden kann und wie man die verschiedenen Choreographien archiviert. Eines der namhaftesten Projekte ist das Pina Bausch Archiv, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Tanzstücke der berühmten Choreographin und Tänzerin Pina Bausch für die Nachwelt zugänglich zu machen. Natürlich ermöglichen neue Technologien immer vielfältigere Optionen der Archivierung und Notation, also Aufzeichnung, die sich nicht auf ein Blatt Papier beschränken. Auch in der Populärkultur, insbesondere im Feld der Spielekonsolen, wurden Spiele entwickelt, die das gemeinsame Tanzen vor dem Bildschirm zelebrieren. Aber jetzt weg vom Bildschirm und lostanzen!

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So wird’s gemacht:

Schau dir das Video hier an oder lies dir Schritt für Schritt die Anleitung durch:

• Suche dir ein Lied aus, zu dem du tanzen möchtest.

• Versuche im Rhythmus des Liedes wiederholt von 1 bis 8 zu zählen, denn Choreographien werden meist auf acht Zählzeiten erarbeitet. Ist manchmal gar nicht so leicht, aber mit etwas Übung klappt das gut!

• Sobald du ein Gefühl für den Takt bekommen hast, lade dir hier das Arbeitsblatt herunter und überleg dir deine Choreographie. Die erste Reihe auf dem Arbeitsblatt liest du von links nach rechts, sie ist ein Takt mit 8 Zählzeiten, dann kommt die nächste Zeile.

• Stell dir vor, dass deine Ausgangsposition im Kreis in der Mitte der Pfeile ist. Du schaust auf den Pfeil, über dem auf dem Arbeitsblatt die 1 steht.

• Den Händen und Füßen sind verschiedene Farben zugeteilt: rechter Arm = rot, linker Arm = blau, rechtes Bein = grün und linkes Bein = gelb. Mit der Farbe grau kannst du Freestyle einzeichnen, das heißt, jede Person darf sich frei bewegen, ohne Vorgaben.

• Überlege dir Bewegungen – am besten legst du eine Bewegung pro Zählzeit fest.

• Male die Pfeile mit den entsprechenden Farben aus. Du kannst auf dem Computer eine Software wie Paint benutzen oder das Blatt ausdrucken und es mit Buntstiften ausmalen.

Wir würden gerne sehen, welche Choreographie du dir zu welchen Song  ausgedacht hast! Schick sie uns an: vermittlung@kunsthallewien.at oder

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Das Vermittlungsprojekt Dance Dance Quarantine von Mahsima Kalweit ist im Rahmen der kunst- und kulturpädagogischen Lehrveranstaltung Eine Ausstellung als Lernort entstanden, einer Kooperation von Akademie geht in die Schule, dem Institut für das künstlerische Lehramt der Akademie der bildenden Künste Wien und der Kunsthalle Wien.