Angst hat immer Recht. Sie kann weder reguliert noch wissenschaftlich widerlegt werden, denn sie widersteht jeder Kritik. Alles, was Angst mindert, ist deshalb gut. In einer bis zur Unübersichtlichkeit durchfunktionalisierten Gesellschaft bildet die Angst ein eigenes System zur Durchsetzung allgemeiner wie partikularer Interessen. Die öffentliche Rhetorik übernimmt dabei die Aufgabe, Angst zu erzeugen und gegebenenfalls zu steigern, denn Angst versteht sich nicht von selbst. In der permanenten Antizipation künftiger Angst-Szenarien vermag diese Rhetorik schließlich sogar ein allgemeines Klima der Furcht zu etablieren.
Der zweite Themenabend im Rahmen der Ausstellung Salon der Angst widmet sich dem medialen Umgang mit der Angst. Mit Vanessa Joan Müller und Sini Coreth, die ihr Projekt Last Supper vorstellen wird, in dem sie namenlosen Asylanten eine Stimme gibt.
Anschließend Bar
Eintritt frei