Kunsthalle Wien Preis 2026
Lotti Brockmann & Valentino Skarwan

3.12.2026–7.2.2027
Eröffnung: 2.12.2026, 19:00
Valentino Skarwan (l.) und Lotti Brockmann (r.)
Foto: Kunsthalle Wien

Ort

Kunsthalle Wien
Karlsplatz

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Lotti Brockmann (geb. 1995, Cuxhaven, Deutschland) und Valentino Skarwan (geb. 1998, Wien, Österreich) werden in einer gemeinsamen Ausstellung im Dezember 2026 in der Kunsthalle Wien Karlsplatz präsentiert.

Der Kunsthalle Wien Preis hat das Ziel, aufstrebende Künstler*innen, die in Wien leben und arbeiten, zu unterstützen und den Diskurs über zeitgenössische Kunst im Rahmen einer jährlichen Zusammenarbeit mit den beiden Wiener Kunstuniversitäten zu fördern. Der gemeinsam von der Kunsthalle Wien, der Akademie der bildenden Künste Wien und der Universität für angewandte Kunst Wien vergebene Preis wird von einer Expert*innenjury an jeweils eine*n Absolvent*in der beiden Kunstuniversitäten verliehen. Ziel des bereits zum 23. Mal vergebenen Preises ist es, Absolvent*innen kurz nach dem Abschluss zu unterstützen, ihre Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren und so eine Brücke zwischen dem Studium und ihrer professionellen künstlerischen Laufbahn zu schlagen.

Die beiden ausgewählten Künstler*innen erhalten eine Ausstellung in der Kunsthalle samt Publikation sowie ein Preisgeld von je € 3.000, gefördert von Kunsttrans und smc Steirer Mika & Comp.

Lotti Brockmann

Lotti Brockmann studierte Kunst und Raum | Raumstrategien und Skulptur an der Akademie der bildenden Künste Wien und wurde für ihre Performance und Installation Ten Agents of Deterioration (2026) mit dem Kunsthalle Wien Preis ausgezeichnet. Geleitet von der These „Form follows conditions“ versteht die Arbeit Form nicht als feststehend, sondern als etwas, das bedingt wird durch die klimatischen, körperlichen, technischen, ökonomischen und institutionellen Bedingungen ihrer Produktion. In der Arbeit messen die Performer*innen kontinuierlich Luftfeuchtigkeit und Temperatur mithilfe analoger und digitaler Ablesegeräte sowie anhand ihrer eigenen körperlichen Wahrnehmung. Diese Messungen dienen als Grundlage für choreografierte Bewegungen, die aus dem Cheerleading-Hintergrund der Künstlerin stammen. Besucher*innen, Wetter, Zeit, Materialien und die Bedürfnisse der Performer*innen selbst bestimmen dabei fortwährend die Gestaltung der Arbeit. Im Raum verteilte Texte vermitteln einen Einblick in die Produktionsbedingungen – persönliche, wirtschaftliche, institutionelle und emotionale – sowie in die Infrastrukturen, die das Werk erst möglich machen.

Valentino Skarwan

Valentino Skarwan studierte Malerei und Animationsfilm an der Universität für angewandte Kunst Wien und wurde für die Performance und Installation There is nothing new under the sun, but there are new suns (2026) mit dem Kunsthalle Wien Preis ausgezeichnet. Das Werk rekonstruiert architektonische Fragmente einer abgerissenen Tankstelle in Guatemala, die Skarwan anhand eines Fotos nachgebildet hat. Skulpturale Elemente erinnern an Benzinschläuche und Kanister, während eine Aufnahme der hallenden Umgebungsgeräusche die Ausstellungsarchitektur ergänzt, die zugleich als Kulisse für die Performance dient. Die Installation entfaltet sich als Gesamtkunstwerk und untersucht stillgelegte Infrastrukturen und deren anhaltende Rolle bei der Gestaltung des Alltags. Skarwan befasst sich mit den oft verborgenen Systemen, die sowohl menschliches als auch nicht-menschliches Leben stützen, und reflektiert gleichzeitig darüber, wie Wissen, Objekte und Geschichten durch Zirkulation, Zusammenarbeit und wiederholte Begegnungen fortbestehen.

Jurys des Kunsthalle Wien Preis 2026

Für die Akademie der bildenden Künste Wien, organisiert von Christine Rogi:

Michelle Cotton (Artistic Director, Kunsthalle Wien), Carina Bukuts (Chefkuratorin, Kunsthalle Wien), Sarah Crowe (Assistenzkuratorin, Kunsthalle Wien), Veronika Dirnhofer (Professorin für Kunst und Bild | Zeichnung, Akademie der bildenden Künste Wien), Julian Göthe (Professor für Kunst und Raum | Objekt, Akademie der bildenden Künste Wien), Johan F. Hartle (Rektor, Akademie der bildenden Künste Wien), Frederike Sperling (Künstlerische Leitung, Kunstraum Niederösterreich)

Für die Universität für angewandte Kunst Wien, organisiert von Jasmin Vogl:

Michelle Cotton (Artistic Director, Kunsthalle Wien), Carina Bukuts (Chefkuratorin, Kunsthalle Wien), Sarah Crowe (Assistenzkuratorin, Kunsthalle Wien), Ulla Rossek (Senior Artist, Abteilung Malerei, Universität für angewandte Kunst Wien), Liddy Scheffknecht (Abteilung, Kulturwissenschaften, Universität für angewandte Kunst Wien), Frederike Sperling (Künstlerische Leitung, Kunstraum Niederösterreich), Stefan Wirnsperger (Senior Artist, Abteilung Malerei und Animationsfilm, Universität für angewandte Kunst Wien)

Unterstützung

Der Kunsthalle Wien Preis 2026 wird mit freundlicher und großzügiger Unterstützung durch smc Steirer Mika & Comp. und Kunsttrans realisiert.