Künstler*innenworkshop (DE/EN)
Ju Aichinger
Keramik als Fossil | Heute für morgen konservieren 

Datum und Uhrzeit

Donnerstag, 2.4.2026
16:00–20:00

Ort

Kunsthalle Wien
Atelier

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Workshop
Deutsch, Englisch
Ju Aichinger, to be or not to be (butch), 2025
Foto: Ju Aichinger
Ju Aichinger, to be or not to be (butch), 2025
Foto: Ju Aichinger
Ju Aichinger
Foto: Mafalda Rakoš und Lukas Meixner

Wie lässt sich die Gegenwart materialisieren? Welche Spuren hinterlassen wir – und was bleibt? 

In diesem Workshop lädt die Künstler*in Ju Aichinger dazu ein, Keramik als Medium der Erinnerung, Versteinerung und Fürsorge zu erkunden. Im Zentrum stehen das Gespräch über künstlerische Prozesse und Methoden sowie das praktische Arbeiten mit Ton als Träger von Zeit und Berührung. 

Ausgehend von einem Konzept, das Keramik als Fossilien denkt, werden Alltagsobjekte und persönliche Referenzen aufgegriffen und durch Brennen und Glasieren „versteinert“, um sie für eine mögliche Zukunft zu bewahren. Statt Vergangenes auszugraben, entstehen im Workshop eigene Relikte: Objekte, die zwischen Skulptur, Installation und Gebrauch angesiedelt sind. 

Intuitiv wagen wir uns an die Plattentechnik heran und entdecken, wie aus einfachen Schnittmustern keramische Objekte entstehen können. 

Keine Vorkenntnisse nötig! 
Material und Werkzeug werden vor Ort bereitgestellt.  
Bitte beachten, dass die Kleidung staubig werden kann. 

Wir bitten um Anmeldung unter:  

Workshopgebühr: € 25 
Ermäßigt: € 15 

Die Ermäßigung gilt für Studierende, Zivil- und Präsenzdiener*innen, Lehrlinge und Jahreskartenbesitzer*innen der Kunsthalle Wien. Pro Workshop gibt es ein reserviertes Kontingent für Kulturpassbesitzer*innen von Hunger auf Kunst und Kultur.

Ju Aichinger

Ju Aichinger, lebt und arbeitet in Wien. Als bildende* Künstlerin* umfasst ihre* Praxis Installation, Malerei und Kostüm, wobei der skulpturale Umgang mit Keramik zentral ist. Zwischen Vertrautem und Abstraktion verortet, greifen ihre* Arbeiten auf Referenzen aus queerer Subkultur, Popkultur und Alltagsfragmenten zurück. Sie* untersucht materielle und immaterielle Überbleibsel gesellschaftlicher Trends, die sie* archiviert, transformiert und neu kontextualisiert. Im Fokus stehen Fragen von Identität, sozialen Narrativen sowie dem Verhältnis von Individuum und Kollektiv. 

Neben ihrer* freien künstlerischen Praxis gestaltet Ju Aichinger Bühnenbilder, Visuals und Kostüme, unter anderem für hold yr ache 2 my ache (TQW, 2024). Ihre* jüngste Arbeit to be or not to be (butch) wurde auf der Parallel Vienna 2025 gezeigt, wofür sie* den Bildrecht YOUNG ARTIST Award 2025 | RUNNER UP erhielt. Die Installation ist aktuell im Queer Museum Vienna ausgestellt.