Schwabpost
Mail Art

12.5.–16.6.1996

Ort

Kunsthalle Wien
Museumsquartier

Kurator*innen: Ingeborg Orthofer, Peter Weibel

Ausstellungsobjekt und Inhalt war die über ein gutes Jahrzehnt (1978-1990) zwischen Werner Schwab (1958, Graz - 1994, Graz) und Janos Erdödy (1909, Budapest - 1996, Szigliget) laufende Mail-Art-Produktion. Im Laufe dieses Zeitraums sind rund 200 Briefe und Karten zwischen den unterschiedlichsten Wohnadressen und Aufenthaltsorten kursiert. Als Archäologen ihres Alltags fanden, sammelten, verwerteten und gruppierten beide Künstler aus dem Zusammenhang gerissene Schlagzeilen, Zeitungsfotos, Zigarettenschachteln und Zugfahrkarten. Die Gesamtheit der Bilder, die die 200 Exponate bilden, in ihrer Schleife durch Zeit und Raum betrachtet, ergibt ein Objekt, das als persönlicher, künstlerischer und politischer Kommentar der Protagonisten zu lesen ist. Motive und Merkmale des späten literarischen Schaffens Werner Schwabs finden sich bereits in den früheren Text-Bildkompositionen und Bilder-Texten. Die traditionell den einzelnen Materialien zugeordneten (Kunst)Sparten und Techniken verlieren dabei ihre Definitionskraft.

Eine Kooperation der Kunsthalle Wien mit den Wiener Festwochen und der Neuen Galerie Graz.