Richard Hawkins
Potentialities
Die Kunsthalle Wien präsentiert eine große Werkschau von Richard Hawkins (geb. 1961, Mexia, Texas), die über 100 Gemälde, Collagen, Skulpturen und Videos aus neun verschiedenen Werkgruppen aus den letzten drei Jahrzehnten vereint. Es ist die erste institutionelle Ausstellung von Hawkins’ Werken seit über einem Jahrzehnt und die erste in Österreich.
Seit den 1990er-Jahren hat Hawkins eine einzigartige Praxis entwickelt, die auf der Lust am Betrachten und der Dynamik von Begehren aufbaut. In seiner „ungehemmt referenziell“ Arbeitsweise dienen Collagen als Mittel zur Strukturierung und Entfaltung von Kompositionen, die frei aus der Geschichte der künstlerischen Repräsentation in Skulptur, Malerei, Literatur und den darstellenden Künsten sowie in der Popkultur zitieren.
Die Ausstellung umfasst einen Zeitraum, der mit akribisch kommentierten Kompositionen ausgeschnittenen und eingeklebten Bildmaterials beginnt und zeigt die Bandbreite von Hawkins' Schaffen, darunter Keramikreliefs, Tapeten und Videos, die auf Subkulturen und Memes aus dem Internet anspielen. Der Ausstellungstitel Potentialities greift ein altüberliefertes Konzept aus der westlichen Philosophie und Wissenschaft auf, welches das Spektrum aller „Möglichkeiten“ beschreibt, die einer Sache zugeschrieben werden könnten.
Anlässlich der Ausstellung erscheint eine neue Publikation, die erste über Richard Hawkins seit über 15 Jahren. Sie enthält Essays von Rhea Anastas, Annie Ochmanek und Kristian Vistrup Madsen sowie ein Interview mit dem Künstler und Bruce Hainley.
Die Ausstellung wird von einem Druck von Richard Hawkins in limitierter Auflage begleitet. Purple Melody Vienna (2025) reproduziert das Gemälde Purple Melody aus dem Jahr 2018, das auch in der Ausstellung gezeigt wird.
Triggerwarnung
Die Ausstellung enthält Nacktheit, Body-Horror und explizite sexuelle Darstellungen.