No Feeling is Final. The Skopje Solidarity Collection

Ausstellung
20/4 2023 — 28/1 2024
Museumsquartier
Kurator*innen What, How & for Whom / WHW (Ivet Ćurlin, Nataša Ilić und Sabina Sabolović)

Eine Kooperation mit dem Museum für Zeitgenössische Kunst (MoCA) Skopje, Nordmazedonien

Künstler*innen: Brook Andrew • Yane Calovski & Hristina Ivanoska • Siniša Ilić • Iman Issa • Gülsün Karamustafa • Barbi Marković • Elfie Semotan

Mit Künstler*innen der Sammlung wie: Pierre Alechinsky • Getulio Alviani • Dimitar Avramovski Pandilov • Enrico Baj • Georg Baselitz • Anna-Eva Bergman • Maria Bonomi • Alberto Burri • Zofia Butrymowicz • Alexander Calder • Luis Camnitzer • Christo and Jeanne-Claude • Bronisław Chromy • Peter Clarke • Božidar Damjanovski • Josip Demirović Devj • Josip Diminić • Slobodan Filovski • Michel Gérard • Ion Grigorescu • Sheila Hicks • David Hockney • Alfred Hrdlicka • Bogoljub Ivković • Olga Jančić • Olga Jevrić • Jasper Johns • Alex Katz • Zoltán Kemény • Rudolf Krivoš • Boško Kućanski • Wifredo Lam • Sol LeWitt • Oto Logo • Petar Lubarda • Nikola Martinoski • Roberto Matta • Zoran Mušič • Meret Oppenheim • Olga Peczenko-Srzednicka • Dushan Perchinkov • Pablo Picasso •Bogoja Popovski • Joan Rabascall • Vjenceslav Richter • Bridget Riley • Ivan Sabolić • Niki de Saint Phalle • Francesco Somaini • François Stahly • Henryk Stażewski • Gligor Stefanov • Kumi Sugai • Aneta Svetieva • Beáta Széchy • Dimo Todorovski • Victor Vasarely • Vladimir Veličković • Тоmо Vladimirski • Marjan Vojska

Im Mittelpunkt der großangelegten internationalen Gruppenausstellung No Feeling is Final. The Skopje Solidarity Collection stehen die ungewöhnliche Sammlung des Museums für zeitgenössische Kunst Skopje, ihre Entstehungsgeschichte und der historische und politische Kontext, in dem ein so ungewöhnliches Projekt möglich war.

Nachdem Skopje (damals in Jugoslawien) 1963 von einem schweren Erdbeben verwüstet worden war, begann ein gewaltiges Wiederaufbauprogramm, bei dem andere Länder sich als Geste der Solidarität in großem Umfang beteiligten. Im Rahmen des Wiederaufbaus wurde entschieden, ein Museum für zeitgenössische Kunst zu gründen. Auf einen durch die Vereinten Nationen verbreiteten Spendenaufruf hin sandten Künstler*innen aus aller Welt tausende Werke nach Skopje. Das Museumsgebäude selbst wurde von Polen gestiftet.

Die Sammlung des MoCA Skopje ist wie eine Zeitkapsel, in der sich die internationale Kunst aus der Hochphase der Moderne erhalten hat. Sie versammelt Arbeiten wichtiger (vorwiegend männlicher) Figuren wie Alexander Calder, Georg Baselitz, Christo & Jeanne Claude, Ion Grigorescu, David Hockney, Alex Katz, Sol LeWitt, Meret Oppenheim, Pablo Picasso, Bridget Riley und Niki de Saint Phalle, dazu weniger bekannte, aber oft faszinierende Werke von Künstler*innen aus dem früheren Osten und dem globalen Süden.

Die Kunsthalle Wien hat vier Künstler*innen und ein Künstlerinnenduo eingeladen, mit der Sammlung zu arbeiten: Brook Andrew (Melbourne), Yane Calovski & Hristina Ivanoska (Skopje), Siniša Ilić (Belgrad), Iman Issa (Berlin) und Gülsün Karamustafa (Istanbul). Gemeinsam ist ihnen eine besondere Herangehensweise an die Geschichten von Kunst und Gesellschaft, die sie neu lesen und einer Revision unterziehen. Jede*r der eingeladenen Künstler*innen hat Werke aus der Sammlung ausgewählt und eine Präsentationsform entwickelt, in der die historische Kunst im Dialog mit ihrer*seiner zeitgenössischen Praxis erscheint.

Neben diesen Auftragsarbeiten, die sich mit der Sammlung auseinandersetzen, wurde die für ihre unverwechselbare Art, mit Bildern Geschichten zu erzählen, geschätzte Fotografin Elfie Semotan (Wien) eingeladen, die Stadtlandschaft Skopjes und das Museum festzuhalten. Zudem wurde die Autorin Barbi Marković (Wien) gebeten, die vielfältigen und verwickelten Geschichten dieses außergewöhnlichen Unterfangens in einem fiktiven Reisebericht weiter zu kontextualisieren.

No Feeling is Final. The Skopje Solidarity Collection möchte unbewusste Vorstellungen davon, was westliche moderne Kunst sein kann, entlarven und zugleich eine überraschende Perspektive auf bekannte Namen wie auch auf Künstler*innen, von denen der moderne Kanon nichts weiß, eröffnen.